Mitten in der Nacht mussten wir dann auch schon aufstehen und zum Flughafen fahren. Dafür waren wir dann auch schon um 7.30 in Christchurch. Leider mussten wir dann bis 9.30 auf das Auto warten :D hat also nicht so viel gebracht, schon so früh da gewesen zu sein. Das Auto sah dann auf den ersten Blick sogar besser aus als erwartet (Toyota Emina) Wir hatten eine kleine Küchenzeile, ein 1,20 Bett (musste man aber jeden Abend ausklappe, weil man sonst nicht an die Schränke gekommen wäre) und einen 2-Platten Gasherd. Also alles da was man so braucht.
Wir sind dann gleich Richtung Süden gestartet und haben unseren ersten Stopp in Oamaru gemacht. Eigentlich hatten wir gehofft dort Pinguine zu sehen, aber dafür hätte man Eintritt zahlen müssen und auch noch bis abends warten müssen, weil die wohl eher bei Dämmerung zu sehen sind. Da hatten wir dann keine Lust zu und haben uns nur so ein wenig den Ort angesehen. Der war ganz lustig. Alles auf alt gemacht, selbst die Menschen hatten passende Klamotten an.
Unser nächster Halt war bei den Moeraki Boulders. Total runde Steinkugeln am Strand und gar nicht mal so wenige davon. Der eine sah aus wie das Ei von Urmel aus dem Eis :D
Dann sind wir abends noch komplett bis Dunedin gefahren, was wir später ein bisschen bereut haben, weil wir absolut nicht wussten, wo wir da am besten schlafen können. Wir sind völlig planlos rumgefahren und waren auf der Suche nach öffentlichen Toiletten, aber irgendwie hat alles nicht geklappt, so dass wir dann später völlig frustriert in nem Wohngebiet geschlafen haben. Unser Bett war aber immerhin gemütlich und nach ner Flasche Wein (richtiger Luxus hier) hatten wir auch wieder gute Laune und konnten super schlafen.
Am nächsten Morgen hat es dann leider geregnet. Wir mussten also leider im Auto frühstücken, was irgendwie ziemlich eng war, vor allem mit dem Kopf. Dann haben wir uns auf die Suche nach ner Dusche gemacht und konnten dann zum Glück auch in einem Hostel duschen. Leider hat es danach noch viel mehr geregnet.
Also sind wir erstmal in die Cadbury World gegangen. Eine Führung durch die Schokoladenfabrik mit ganz viel Schokolade zum probieren..großartig!!
Nach den 1,5 Stunden hat es aber leider immer noch geregnet. Und auch nachdem wir bei McDonalds waren, um Kamera, Handys etc. aufzuladen, hat es noch geregnet. Völlig frustriert hab ich mir erstmal Gummistiefel gekauft und dann sind wir trotzdem zur Otago Peninsula gefahren, in der Hoffnung dort Albatrosse, Pinguine oder Seelöwen zu sehen. Für die Albatrosse hätte man eine Bootstour machen müssen, dazu hatten wir bei dem Wetter nicht so Lust. Wir sind dann lieber zum Sandy Bay gefahren, wo man Glück haben kann Pinguine oder Seelöwen zu sehen. Der Weg dorthin war irgendwann schon fast gar kein Weg mehr und dann war er vorbei und man sollte einen Walking Track nehmen.
Wir sind dann trotz des Wetters los gelaufen und der Track ging über irgendwelche Koppeln und Flüssen direkt an Schafen und Kühen vorbei.
Da angekommen waren wir schon völlig durchnässt. Aber immerhin hat sich der Weg und das Nass-werden gelohnt. Wir haben einen Pinguin die Düne hochwatscheln sehen (leider war es noch zu weit weg, um ein Foto zu machen) und ein Seelöwe kam aus den Dünen zum Wasser.
Wieder am Auto mussten wir uns dann auch erstmal komplett umziehen.
Wir sind dann bis Te Anau gefahren, wo es auch deutlich einfacher war mit einem Schlafplatz. Da gab es dann morgens sogar Public Showers. Super lustig, fragt er uns erstmal ganz ernst ob wir zusammen oder alleine duschen wollen. Waren wir erstmal ein wenig verwirrt, aber wir waren dann wirklich zusammen duschen, weil wir dann nur einmal zahlen mussten und ein großes Familienbad hatten. Jeder hatte trotzdem noch 4 Minuten Zeit zum Duschen :D.
Haare föhnen konnte man dann nicht, weil sie sowas nicht machen. Völliger quatsch. Da wurde er dann schon pissig, obwohl wir nur nach einer Steckdose gefragt haben. Wir waren dann aber eh noch im Laundry, um die ganzen Klamotten wieder trocken zu bekommen und da gab es dann sogar Steckdosen, die man für 1$ benutzen konnte. Perfekt.
Dann ging es los zum Milford Sound. Leider haben wir nicht drüber nachgedacht, dass es auf dem Weg möglicherweise keine Tankstellen mehr gibt. Der Tank wurde immer leerer und wir irgendwann unruhig. Wir haben uns so gefreut, als wir ein Schild zu einer Tankstelle gesehen haben. Die Straße wurde dann irgendwann zu einem Schotterweg und sah gar nicht nach einer Tankstelle aus. Irgendwann kam ein kleines Feriendorf, an dem wir schon halb vorbei waren und dann lieber da noch mal fragen wollten, ob überhaupt noch eine kommt. Die Frau meinte dann nur "Right here" und wir haben aber einfach keine Tankstelle gesehen. Da wurde sie richtig unfreundlich. Hinterher gab es tatsächlich eine Zapfsäule, die wir aber nie als Tankstelle identifiziert hätten.
Für das Benzin musste man dann noch pumpen und die Preise waren auch ordentlich :D naja immerhin sind wir nicht liegen geblieben. Wir haben uns dann noch einen Wasserfall und eine Brücke angesehen, bevor weitergefahren sind.
Der Milford Sound war dann auch wirklich unglaublich schön!!
Da hatten wir dann auch gleich den idealen Platz, um Mittag zu essen. Leider gibt es nur eine Straße zum Milford Sound, so dass man den gleichen Weg wieder zurück fahren muss. Wir sind dann den gleichen Tag schon wieder ein Stück zurück gefahren und haben an einem von ganz vielen kleinen Campingplätzen auf dem Weg geschlafen. Die waren ganz cool, da musste man nicht für zahlen, sondern konnte spenden.
Da wurde es dann ziemlich schnell, ziemlich kalt..also musste wieder der Glühwein her.
Leider gab es da auch keine Lampen oder sonstigen Lichtquellen. Wir waren dann einfach schon mal um 7 oder so im Bett. Auch ne schöne Abendgestaltung. Am nächsten morgen waren sogar die Scheiben gefroren. Im Bett war es zum Glück trotzdem nicht so kalt.
Um die Scheiben frei zu bekommen (Eiskratzer gab es natürlich nicht) haben wir einen Moment das Auto angemacht. Fand die Batterie nicht besonders gut. Danach ging sie nicht mehr an und wir standen irgendwo im Nichts..Immerhin der Blick war ganz nett.
Naja wir uns dann in Gummistiefeln und Jogginghosen an die Straße gestellt und versucht Autos anzuhalten. Die ersten haben aber immer nur gewunken, das war irgendwie frustrierend. Irgendwann hat dann doch jemand angehalten. Ein Ehepaar mit Sohn. Die waren super nett, hatten aber leider auch kein Überbrückungskabel. Wollten dann aber, wenn sie irgendwann auf Menschen treffen Bescheid sagen und jemand zurück schicken. Wir haben in der Zeit weiter versucht, selber jemanden zu finden, was dann zum Glück auch recht schnell funktioniert hat. Auf dem Weg haben wir noch 2 kleine Stopps gemacht, das Auto aber lieber gar nicht erst ausgemacht.
Nach einem kurze Frühstücks- und Duschstopp in Te Anau sind wir nach Queenstown gefahren und hatten auf den Weg einen wunderschönen Ausblick auf den Lake Wakatipu.
In Queenstown angekommen war ich erstmal komplett überfordert mit den Autos, den Menschen und dem Verkehr. Eigentlich war gar nicht so viel los, aber nach den Tagen im absoluten nichts waren das einfach zu viele Autos.
Hier gab es die fettesten Burger, die ich je gesehen hab und bei Fergburger war auch einfach schon morgens um 9.00 was los. Unglaublich, wie man da schon so einen mega Burger essen kann.
Abends konnten wir hier tatsächlich mal was machen und mussten nicht schon wieder um 7 oder 9 ins Bett gehen :D Wir waren dann erst in der Ice Bar. Total cool, wirklich alles aus Eis, selbst die Gläser und das alles bei -5 Grad, also noch kälter als in unserem Auto..
Von da aus sind wir dann noch weiter in eine andere Bar mit Live Musik. War ganz lustig da, aber leider war es nicht so wirklich Musik zum Tanzen. Also haben wir uns auf die Suche nach ner anderen Bar gemacht, aber irgendwie haben wir in der Innenstadt nicht so wirklich was gefunden, also dann doch schon wieder ins Bett, aber immerhin war es diesmal dann schon halb 1.
Morgens waren wir trotzdem schon früh wach, noch kurz bei Starbucks zum skypen und haben uns dann auf den Weg zu einer Wanderung gemacht. Leider geht alles immer bergauf. So anstrengend und das am frühen Morgen. Oben angekommen hat sich der Weg aber wieder mal gelohnt. Wir hatten so einen tollen Ausblick auf den See und die Berge. Wir waren sogar höher als die Wolken. Unglaublich cool. Im Traumkorb haben wir dann noch ne kurze Pause gemacht. Wenn jetzt nicht all unsere Träume in Erfüllung gehen, weiß ich auch nicht weiter :D
Der Weg nach unten war dann um einiges schöner und unten angekommen, haben wir dann gegen 12 auch mal gefrühstückt. Das dann aber mit einem unglaublich tollen Blick. So ein Frühstück könnte ich auch gut jeden Tag haben.
Gut gestärkt haben wir uns dann auf den Weg nach Wanaka gemacht. Wieder mal schön durch die Berge. Unser Auto konnte bergauf leider immer nur so um die 40 km/H fahren, sodass wir eine echte Verkehrsbehinderung waren. Wir waren aber trotzdem schon nach 1,5 Stunden da, was mal echt eine angenehme Fahrzeit war.
In Wanaka waren wir noch ein wenig spazieren und haben uns, nachdem wir gegessen hatten, abends noch in ein Restaurant gesetzt. Aber auch da wurden wir so gegen 9 rausgeschmissen..also wieder mal früh ins Bett. Echt unglaublich, dass da nirgendwo was los ist.
Dafür waren wir dann morgens natürlich wieder früh wach. Konnten aber erst um 10.30 in einem Hostel duschen gehen, weil vorher nur Gäste duschen durften. Immerhin konnte man da so viel zahlen wie man möchte und konnte dann sogar noch die Haare föhnen, welch ein Luxus.
Frisch geduscht haben wir uns auf den Weg zum Mt. Aspiring National Park gemacht. Unterwegs mussten wir noch ein paar mal für Kühe und Schafe anhalten. So lustig.
Auf dem Weg zum Track mussten wir auch erstmal wieder über Schafkoppeln und es war so unglaublich windig, dass wir schon umdrehen wollten. Sind dann aber doch weiter gegangen. Mussten dann erst noch über eine Brücke, die sah irgendwie nicht sehr vertrauenswürdig aus und hat so unglaublich gewackelt. Danach wars dann aber zum Glück windstill und ging durch einen schönen Wald natürlich wieder schön bergauf die ganze Zeit.
An einer Stelle war der Weg dann auch komplett weg, sodass man irgendwie über den Schlamm klettern musste, weiter unten kam dann auch nur noch der Fluss mit ein paar Felsen. Sah aber schlimmer aus, als es war. Oben angekommen hatten wir leider nicht so eine tolle Sicht, wie erhofft, weil es total bewölkt war und ein bisschen geregnet hat.
Den Gletscher konnte man also nur ein bisschen sehen.
Der Weg zurück ging dann zum Glück deutlich schneller. Als wir wieder bei der Brücke waren, war der Wind aber einfach noch viel doller geworden. Die Brücke hat schon im Wind so geweht, dass wir uns gar nicht wirklich rauf getraut haben. Naja blieb uns ja nichts anderes übrig. Auf der Brücke hat mich der Wind dann auch fast runter geweht und wir waren unglaublich froh, als wir wieder beim Auto waren.
Auf dem Rückweg haben dann noch ein paar Farmer ihre Schafe getrieben.











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